Wer tötete Jonny K. auf dem Berliner Alexanderplatz!?

 

Ich muss etwas ausholen:

Der Zufall wollte es, dass ich Anfang dieses Jahrtausends mit einem Schweizer Realschul-Kollegium mehrere Berliner Haupt- und Realschulen besuchte. Die Ausgangsfrage war: „Wie arbeitet man an deutschen Schulen integrativ?“

Mit dem Berliner Schulsenat war abgesprochen, dass wir die Realität sehen wollten – und nicht etwa Vorzeige-Schulen oder gar Potemkin’sche Dörfer. Also teilte sich das Schweizer Kollegium in Berlin in mehrere Gruppen auf, die jeweils eine berliner Schule besuchten. ‚Meine‘ Gruppe ging nach Kreuzberg: Die Schule dort hatte eine fast rein türkische Schülerschaft, das Kopftuchtragen der Mädchen war Usus. Der Rektor und seine Kollegen empfingen uns herzlich, zeigten uns ihre – mit sog. ‚Lotto-Mitteln‘ noch vor der Wende – gut ausgebaute Schule, und berichteten von ihren so alltäglichen Schwierigkeiten. So hatte der Berliner Senat Jahre vorher beschlossen, die 50%-50%-Regelung aufzuheben, die besagte, dass eben der Anteil deutscher Schüler in etwa an jeder Schule 50% betragen solle. Das Ergebnis war die oben beschriebene Desintegration, die der Schulleiter sinngemäss auf den Punkt brachte: „Wir haben trotz 5 Sozialarbeitern zusätzlich an unserer Schule das Erleben, dass wir uns ihnen anpassen sollten – und nicht umgekehrt.“

Nun ist Schweizer Lehrern – allesamt kleine Pestalozzis(!) – niemals vorzuwerfen, nicht integrativ zu arbeiten. Dieses St. Galler-Schulkollegium arbeitete selbst auch mit etwa 65% Ausländeranteil in der Schülerschaft. Nur konsequent z.B. so: Sog. Camouflage-(Militär- oder Tarnfarben-)Kleidung war selbstredend an jedem Schweizer Schulhaus verboten. Das Zuwiderhandeln hatte zur Folge, dass der betreffende Schüler umgehend nach Hause geschickt wurde, um sich zivil anzukleiden. Die durch diese Aktion versäumte Schulzeit musste nachgeholt werden.

‚Meine‘ Schweizer auf Berlin-Visite waren doch ‚etwas‘ entsetzt: Niemand wäre auch zum höheren Schweizer Lehrer-Gehalt freiwillig in diese Berliner „Schul-Hölle“ gewechselt, trotz Nike-‚Kauftempel‘ am Kudamm etc. …

Warum? – Liegt es etwa daran, dass der Schweizer i.d.R. weiss, was wie integriert werden kann und ab welchen Rahmenbedingungen das Wort „Integration“ zum hohlen Polit-Geschwätz wird – und wie in Berlin das glatte Gegenteil passiert!?

Die Frage geht aber weiter: Wer (miss)braucht dieses hohle Bildungs-Polit-Geschwätz insbesondere tagtäglich in den Medien wozu? Jeder Dorf-Trottel z.B. in Ost-Anatolien weiss: „Um einen Sohn zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf.“ – Keine Armeen und/oder Armaden etwas theorielastiger – vornehm ausgedrückt – Politiker schafft das …

Es beginnt im ‚kleinen‘ Kreuzberg oder Neukölln, betrifft aber auch jede Gemeinde im Bayerischen Wald oder in Baden. Wie handeln wir? – Letztendlich stellt sich die Frage, was für Polit-Partner Deutschland hat, die einerseits auf ständige Rüstungs-Lieferungen ‚Made in Germany‘ bestehen, aber de facto Unterschlupf bieten für Mörder z.B. vom Berliner Alexanderplatz. Diese unmenschlichen Zustände mitten in Europa sind schliesslich von ganz konkreten Menschen verursacht und gemacht. – Und man komme mir jetzt nicht mit irgendeinem Gesetzbuch – oder gar mit dem vatikanischen ‚kanonischen‘ Recht …

Und weiter ‚den Bogen spannend‘, also wieder ‚zurück in den traurigen deutschen Alltag‘, – denn gedungene Mordgesellen und dümmste Mord-Medien gibts zu Millionen überall auf der Welt:

Wer tötete Jonny K. auf dem Berliner Alexanderplatz wirklich!?

 

Gunther Thriene

 

 

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