Im klerikalfaschistoiden Nazistaat (V) …

 

… kommt man so zu seinen „Forschungsergebnissen“ (Beispiel: Bienen-Monitoring-Studie):

ZDF: Die Studie wurde viele Jahre durch einen Teil der Industrie mitfinanziert. Wie deuten Sie das? Hoppe: Das ist problematisch. Da ist gar kein Zweifel daran, dass die Industrie ein Interesse daran hat, das die Ergebnisse ihr zu Nutze sind. Es ist auch nicht klar, wer die ganze Arbeit geschrieben hat. Die bienenwissenschaftlichen Einrichtungen aus verschiedenen deutschen Bundesländern waren für die Koordination der Arbeit vor Ort, die Datenerfassung und die Betreuung der am Projekt beteiligten Imker zuständig. Aber sie haben die Studie nicht verfasst. Als Wissenschaftler würde ich mir das verbieten. Wenn ich die Imker befrage und betreue, dann möchte ich auch derjenige sein, der das auswertet und schreibt. Und zwar selbstständig. ZDF: Sie haben das Gutachten zu dieser Studie gemacht. Hatten Sie den Eindruck, dass der Grund für das Bienensterben, die Varroamilbe, im Vorfeld schon feststand? Hoppe: Wenn man die Veröffentlichung des Bienenmonitorings liest, dann bekommt man den Eindruck, dass man nicht offen alle möglichen und schon in der Öffentlichkeit diskutierten Ursachen gleichwertig untersucht hat, sondern dass man sich wesentlich konzentriert hat auf die Varroa-Milbe. Der Einfluss der Varroamilbe wurde eher überbetont und der potentielle Einfluss der Pestizide runtergespielt. ZDF: Welchen Sinn hat die Monitoring-Studie? Hoppe: Die Monitoring-Studie soll ja angeblich die Ursachen des Bienensterbens klären. Dafür aber ist eine reine Monitoring-Studie ungeeignet. Man braucht kontrollierte Versuche im Labor, damit genaue Dosiseffekte von den verdächtigen Pestiziden ermittelt werden können. Eine Monitoring-Studie kann das nie erreichen unabhängig davon wie lange sie dauert. Solange die Studie nicht beendet ist, gilt immer noch das Diktum, dass Varroa die Ursache von allem ist und Pestizide keine Rolle spielen. Damit sage ich nicht, dass Varroa keine Rolle spielt, aber ich bezweifele sehr, dass es die alleinige und Hauptursache am Bienenvolksterben ist. ZDF: Was sagen Sie zur Auswertung der Literatur? Hoppe: Zur Literatur ist zu bemerken, dass die Autoren das CST Gutachten aus Frankreich – das Gutachten vom Comité Scientifique et Technique hat bereits im Jahr 2003 die Neonikotinoide als ursächlich für das Bienensterben in Frankreich identifiziert – überhaupt nicht zur Kenntnis genommen haben und das ist das umfangreichste, kritischste und beste Stück Arbeit auf diesem Gebiet, dass es bis vor kurzem gab. Das war für mich ausschlaggebend.
Ich weiß, dass die deutschen Bienenwissenschaftler diese Arbeit kannten, sie wurden darauf hingewiesen, sie haben auch mit den Franzosen zusammen gesessen.
Wenn man in dieser Situation, in der Deutschland diese Verluste hatte und jeder gefürchtet hat, dass es die Pestizide sind, die Augen davor verschließt, dann ist das keine unabhängige Forschung mehr.
ZDF: Warum hat man weggeschaut? Hoppe: Das ist ein heißes Eisen. Unsere Industrie und unsere ganze Landwirtschaft, besonders die großflächige, intensive Landwirtschaft, ist ohne Pestizideinsatz undenkbar. Und es war nicht in ihrem Sinne, dort im Rahmen der Studie die Dinge konkreter anzuschauen.
ZDF: Also keine unabhängige Wissenschaft? Hoppe: Das ist keine unabhängige Wissenschaft. Eindeutig(!) …

Quelle: Siehe Link hier oben

 

 

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