Vom Leben und Wachsen …

 

Das wichtigste Problem alles menschlichen Denkens ist das: den Menschen als auf sich selbst gegründete, freie Persönlichkeit zu begreifen.

Mit diesen Worten beschliesst Rudolf Steiner sein Buch „Wahrheit und Wissenschaft„, das 1892 in Weimar erschien und auf seiner umgearbeiteten Rostocker Doktorarbeit basiert.

18 Jahre später – nach dieser Zeitspanne nennen wir heute einen neu geborenen Menschen erwachsen – schreibt dieser Mensch in einem „Wesen der Menschheit“ überschriebenen Kapitel*:

Im Grunde besteht alles Kulturleben und alles geistige Streben der Menschen aus einer Arbeit, welche diese Herrschaft des Ich zum Ziele hat. Jeder gegenwärtig lebende Mensch ist in dieser Arbeit begriffen: er mag wollen oder nicht, er mag von dieser Tatsache ein Bewußtsein haben oder nicht.

Leben wir dieses Wachsen?

Weiter gefasst: Gründen und bilden wir Kultur?

 

Gunther Thriene

 

*) R. Steiner, Die Geheimwissenschaft im Umriss, 1910

 

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