Denken könnende Universitäts-Professoren …

 

… gehören heutzutage ja unbedingt unter Artenschutz gestellt:

 

Sinnlose Wettbewerbe behindern Wissenschaft und Forschung

von Mathias Binswanger

Mit missionarischem Eifer soll noch in den hintersten Winkel jeder öffentlichen Institution heute marktwirtschaftliche Effizienz eindringen. Ein Marktwettbewerb lässt sich aber nicht künstlich inszenieren, sondern sorgt für falsche Anreize. Die Folge: Wir produzieren immer mehr Unsinn. 

Effizienz, Exzellenz, Leistung, Wettbewerbsfähigkeit, Innovation oder Wachstum – es gibt heute kaum einen Lebensbereich, in dem diese abstrakten Begriffe nicht zu gesellschaftlichen Idealen auserkoren werden. Warum und wozu alles in unzähligen Wettbewerben immer noch effizienter, noch exzellenter, noch wettbewerbsfähiger und noch innovativer werden muss, weiß in Wirklichkeit niemand so genau. In unserer gründlich durchsäkularisierten Gesellschaft sind diese Begriffe zu den letzten, nicht mehr zu hinterfragenden Werten geworden, denen zu dienen unser höchstes Ziel ist. …

Aus: CICERO, Februar 2011

 

Auch das so ‚exzellent‘ Unsinn schaffende akademisch hochbelobigte Nicht-denken-Können und/oder -Wollen ist – wie uns immer wieder gern medial insbesondere aus Berlin nahegebracht wird – voluminös und vakuumös steigerungsfähig: Was sonst wäre der exzellente Gedanke an eine oder gar mehrere Bundesuniversitäten?

Wer Ironie findet, darf sie gerne behalten!

 

Gunther Thriene

 

Mathias Binswanger: Sinnlose Wettbewerbe – Warum wir immer mehr Unsinn produzieren, Freiburg 2010, 240 Seiten

 

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