„Nur wir zusammen sind ein Mensch“ …


… schreibt Helmuth James von Moltke am Tage nach seiner Verurteilung zum Tode am 12. Januar 1945 an seine Frau Freya.

Diese hatte ihn zu Michaeli 1944 – da beginnt die jetzt erstmals erschienene Korrespondenz – zu trösten versucht: „Dein Leben erscheint mir schön und vollendet. Du stirbst für etwas, für das es sich zu sterben lohnt.“

An der Schwelle der Menschheit zerbricht alles Äusserliche, ‚Exoterische‘. Wie zum Beweis dessen sterben nach der Ermordung Helmuth James von Moltkes am 23.01.1945 in Berlin-Plötzensee dann am 02.02.1945 – die Christenheit feiert an diesem Tag ‚Mariä Lichtmess‘, auch ‚Darstellung des Herrn‚ genannt, – im deutschen Widerstand Carl Friedrich Goerdeler und der Jesuit Alfred Delp.

Über diese Schwelle verhilft uns Menschen und der gesamten Menschheit ein wahrhaftiges (Ge-)Wissen wie das der Familie von Moltke:

„Nur wir zusammen sind ein Mensch …“ – unteilbar durch Gefängnis-, KZ- oder Kerkermauern hinweg, ja, untrennbar auch durch und über den Tod hinaus, – wenn man es wahrnehmen kann und will … Was berührt, ist die Liebe Helmuth James und Freya von Moltkes für das Leben hinter den Äusserlichkeiten, für das Wesentliche, ihr Berührtsein dadurch von dem, den die gesamte Christenheit den Heil-and nennt …

Es gibt letzte Dinge, die sind uns Erbe – und immerwährender Auftrag:


 Freya und Helmuth James von Moltke

Abschiedsbriefe Gefängnis Tegel, September 1944 – ­ Januar 1945

Herausgegeben von Helmuth Caspar von Moltke und Ulrike von Moltke

München 2011, Auszüge hier …

 


Advertisements

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s