Kirsten Heisig – oder: Die menschliche Tragik …


Berlin und Deutschland beschäftigt ein nachgelassenes Buch o.g. jung verstorbener berliner Jugendrichterin. Sie schildert darin ihren Berufsalltag und ihre Ohnmacht angesichts einer komplexer werdenden Welt, in der Kulturen aufeinander- und zusammentreffen, die eben auch alle Menschheitszeitalter repräsentieren. Kommt man da mit ihrem römischen Gesetzestext gut zurecht?

Sie selbst gab und gibt die Antwort: In ihrem lesenswerten Buch „Das Ende der Geduld“ beschreibt sie deutschen Justizalltag – und dessen Unvermögen, soziale Irrwege nicht nur nicht ‚geradebiegen‘ zu können, sondern de facto oft unbeabsichtigt noch mehr Unheil zu säen.

Sie entlarvt so das politische Credo des „Rechtstaates“ als die lügnerische Vernebelung des Rechtsstaates – die Staatsanwaltschaft ist hier politisch weisungsgebunden -, den die Menschen aber zunehmend als solchen erkennen – und so eben auch berechtigt ablehnen.

Ein Trost bleibt: Geschichtsblinde Herrscher gegen ihre Völker blieben nie lange …

 

Kirsten Heisig: Das Ende der Geduld – Konsequent gegen jugendliche Gewalttäter, Freiburg i.B. 2010


Gunther Thriene



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