München, heute vor 67 Jahren …

 

… Am Morgen ihrer Hinrichtung hat Sophie Scholl einen Traum: Sie trägt ein Kind im weißen Taufkleid einen steilen Berg hinauf. Plötzlich klafft zu ihren Füßen eine Gletscherspalte auf. Sophie legt das Kind auf die andere Seite des Abgrundes – und fällt in die Tiefe. Wenige Stunden später verkündet NS-Richter Roland Freisler im Saal 216 des Schwurgerichts in der Münchner Prielmayerstraße das Urteil: Tod durch die Guillotine. Am 22. Februar 1943, um Punkt 17 Uhr, löst der Henker im Rapportzimmer im Gefängnis München-Stadelheim das Fallbeil aus.

Sophie ist wirklich tot, mit nicht einmal 22 Jahren. Ihr Körper liegt im Abgrund, doch die Vision, das gerettete Kind aus dem Traum, überlebt. Es heißt „FREIHEIT“. Sorgfältig malt Sophie diese acht Großbuchstaben auf die Rückseite ihrer Anklageschrift. Erst Jahrzehnte später, als jemand die Akte Scholl in die Hand nimmt und umdreht, wird das stumme Vermächtnis entdeckt. …

… schreibt Katja Iken in ihrer Rezension der Sophie Scholl-Biographie von Barbara Beuys. 

 Hans Scholl schrieb die Goethe-Zeilen “Allen Gewalten zum Trutz sich erhalten” vor seiner Ermordung an die Wand seiner Zelle im Palais Wittelsbach.  Es war die Familienlosung der Scholls.

Ehre ihrem und ihrer Freunde Vermächtnis

 

Gunther Thriene

 

 

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