Reinkarnation im Neuen Testament


Im Jahr 2005 erschien im Schirner-Verlag, Darmstadt, nach 105 Jahren erstmals in deutscher Übersetzung als Taschenbuch das Werk des Theosophen James Morton Pryse „REINKARNATION IM NEUEN TESTAMENT“, das ich ausserordentlich schätze, weil dem Originaltext die Einheitsübersetzung des Neues Testaments von 1980 durch die Übersetzer nachgestellt wurde.

In ihrer deutschen Vorbemerkung schreiben diese:

… Dieses Büchlein über Reinkarnation widmen wir allen Suchern nach dem Sinn des menschlichen Lebens. Seit der Renaissance der Antike … ist die Auseinandersetzung mit diesem Thema nicht verstummt, sondern innerhalb und außerhalb der christlichen Kirchen immer intensiver geworden.

Mit unseren Erläuterungen im zweiten Teil dieses Büchleins möchten wir mit dem kirchlich seit 553 n. Chr. festgelegten Standpunkt der Ablehnung der Reinkarnationslehre eine Brücke in die Jetztzeit bauen – nicht in Form einer weiteren Auslegung bestimmter Bibelstellen, sondern durch die Herausarbeitung des tiefsten Grundes für die Befreiung aus dem Reinkarnationszyklus (Buddha) oder Transfiguration (Christus), welches Ziel beide verkündet haben.

Dabei gelten sowohl Buddha als auch Jesus Christus als sog. freiwillige Reinkarnationen bereits Erleuchteter, also ohne Karma oder Erbsünde geboren, welcher Vorgang sowohl für den Buddha als auch für den Christus als in der Zukunft wiederholbar gelehrt wird. (Buddha Maitreya; Christi Wiederkehr)

Möge in diesem Sinne hier ein gemeinsamer Weg für Ost und West aufgezeigt sein, wobei die Begriffserklärungen am Schluß und die eingefügten Bilder der weiteren Verständigung dienen sollen, frei von aller Dogmatik und Lehre, hin zum wahren Ziel des menschlichen Lebens, dasselbe in Ost und West. Unterschiede gibt es nur in der Theorie, worauf die vielen Sekten in Ost und West ja wohl zurückzuführen sind; doch Theorie ist die Grundlage der Verständigung, um zu einem einheitlichen Weltbild zu kommen. Symbolik aber spricht dort, wo Worte versagen. Und die Bibel ist voller Symbolik und Gleichnisse.

In der Praxis geht es um den individuellen Weg, der von jedem Menschen selbst gefunden werden muß – auf der Basis der Selbsterkenntnis. Dazu braucht der Mensch, je tiefer er in sich eindringt, immer weniger Theorie oder Exegese durch Gleichnisse, bis schließlich alle Worte Jesu oder Buddhas als direkt zum Jünger gesprochen verstanden und verwirklicht werden. (Mt 13,10-17) …

 

Ein herausgeberisches Kleinod, das Geist vermittelt in weitestgehend vollkommen geistloser Zeit.


Gunther Thriene

 


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