„Geistesbrüder“ …

 

…, schreibt die Tageszeitung einer deutschen Universitätsstadt am 31.01.2009* und zitiert aus Friedrich Schillers WALLENSTEIN …

Denn über alles Glück geht doch der Freund, der`s fühlend erst erschafft,

der`s teilend mehrt.

(Aus: Wallenstein. Wallensteins Tod V, 3)

… und bemerkt dazu: „Sein Freund Goethe wird gewusst haben, was er meint.“

Man staunt: Da füllen sich nun über 200 Jahre die Universitätsbibliotheken mit ganzen Räumen von Sekundärliteratur über Goethe und Schiller – und ein Satz gedruckt von der Tageszeitung einer deutschen Universitätsstadt im Jahre 2009 zeigt auf, dass man bisher am allerwichtigsten quasi vorbeigeht:

Schiller hatte Goethe erkannt als den deutschen Geist, der sich seiner Seele bewusst war.

Und ihn als „Lehrer“ anerkannt, wir wissen um deren anfänglich grosse Antipathien.

Goethe als Meister der Weisheit und des Zusammenklanges der Empfindungen anzuerkennen ist Grundvoraussetzung, um auch heute sein „Schüler“ zu werden.

Ich weiss, der Meister teilt dann – ganz überzeitlich – auch heute noch mit uns.

Intellektuell kann man viele scheinbar kluge, hohle Phrasen dreschen.

Wirklich wird der Geist nur durch Anerkenntnis einerseits und dem Teilen des Geistesgutes andererseits.

 

Gunther Thriene

 

*) Göttinger Tageblatt, 31.01.2009, Seite 34

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s