„Der Sack ist zu!“


… würde ein Schweizer zu diesem „genial“ luziden Schachzug des römisch-katholischen Klerus sagen1:

Der Präsident des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog, Kurienkardinal Jean-Louis Tauran, hat den Muslimen dafür gedankt, „Gott zurück in die öffentliche Sphäre Europas“ zu bringen.

Ob es der Christengott ist, der so für Rom durch den Islam zurück nach Europa kommt, mag jeder Mensch allein mit seinem Gewissen ausmachen. Das Gewissen schult man bekanntlich durch Erinnerungskraft2 und Wahrheitsliebe …

Sie glauben es halt – und müssen auf ewiglich ihren Abgott Luzifer anbeten …


Den Geisteswissenschaftler freuts: Man kann sich so ungestört auf Wesentliches konzentrieren.


Gunther Thriene


1) DER STANDARD, Wien, berichtet am 25.01.2009:

„Benedikt XVI. rehabilitiert Holocaust-Leugner

Papst hob per Dekret die Exkommunizierung von vier katholischen Bischöfen auf
Vatikan-Stadt – Ungeachtet jüdischer Proteste hat Papst Benedikt XVI. einen ehemaligen Bischof rehabilitiert, der den Holocaust leugnet. Wie der Vatikan am Samstag mitteilte, hob der Papst mit einem Dekret die Exkommunizierung von vier katholischen Bischöfen aus dem Jahr 1988 auf, die ohne Zustimmung des Vatikans geweiht worden waren. Unter ihnen ist auch der Brite Richard Williamson, der wiederholt das volle Ausmaß des Völkermords an den Juden während des Nationalsozialismus leugnete. So hatte er zuletzt am Mittwoch im schwedischen Fernsehen gesagt: „Ich glaube, dass es keine Gaskammern gegeben hat.“ Zudem behauptete er, in den deutschen Konzentrationslagern seien nicht sechs Millionen Juden getötet worden, sondern lediglich bis zu 300.000.

„Abscheulichen Lügner“

Damit droht den katholisch-jüdischen Beziehungen einer der schwersten Schäden seit 50 Jahren. Roms Chefrabbiner befürchtete, die Rehabilitation Williamsons werde „eine tiefe Wunde“ aufreißen. Die Dachorganisation der jüdischen Organisationen in Frankreich nannte Williamson einen „abscheulichen Lügner, dessen einziges Ziel es ist, den jahrhundertealten Hass gegen Juden zu schüren.“ (Reuters)

2) So schrieb die Fuldaer Bischofskonferenz in einem Hirtenbrief am 26.06.1941, also kurz nach dem Beginn des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion: “Geliebte Diözesanen! In schwerster Zeit des Vaterlandes, das auf weiten Fronten einen Krieg von nie gekanntem Ausmaße zu führen hat, mahnen wir euch zu treuer Pflichterfüllung, tapferem Ausharren, opferwilligem Arbeiten und Kämpfen im Dienste unseres Volkes. … Bei der Erfüllung der schweren Pflichten unserer Zeit, bei den harten Heimsuchungen, die im Gefolge des Krieges über euch kommen, möge die trostvolle Gewißheit euch stärken, daß ihr damit nicht nur dem Vaterlande dient, sondern zugleich dem heiligen Willen Gottes folgt, der alles Geschehen, auch das Schicksal der Völker und der einzelnen Menschen in seiner weisen Vorsehung lenkt. …”


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